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Dieser Flämische Kalender ist beim Verlag nicht mehr zu haben und ist nur noch antiquarisch zu erhalten

Bening, Simon

Flämischer Kalender. Flemish calendar.

Original: Clm 23638 Bayerische Staatsbibliothek, München. 

Faksimile-Verlag Luzern, 1987

16°. Buch. Hardcover. 1987/1988. Faksimile- und Kommentarband. 

Samteinband mit Eckbeschlägen u. Schließen aus Silber u. Samteinband (Kommentarbd.) im Arcylglasschuber. Nr. 65 von 980 Exemplaren 

Ein großes Kunstwerk im kleinen Format Ein Meisterwerk Simon Benings Simon Benings Flämischer Kalender, der aus dem Kalenderteil eines Stundenbuches besteht und somit ein Fragment ist, stellt einen der schönsten Landschaftszyklen innerhalb eines Kalenders überhaupt dar. 

Er ist nicht nur ein Meilenstein flämischer Buchmalerei des 16. Jahrhunderts, sondern auch ein Höhepunkt in Benings künstlerischer Entwicklung als Landschaftsilluminator. Der Kalender, unverzichtbarer Beginn eines Stundenbuches. Kalendarien sind Abschnitte am Beginn eines Andachtsbuchs, in denen die Feste des Kirchenjahres aufgeführt werden. 

Vielerlei Tätigkeiten sowie Tierkreiszeichen, die mit dem jeweiligen Monat in Verbindung stehen, charakterisieren traditionsgemäß die einzelnen Monate. 

Da die Monatsarbeiten meist landwirtschaftliche Tätigkeiten wie die Bestellung von Acker und Feld in freier Natur stattfinden, spielten Landschaften und Ausschnitte davon eine besondere Rolle in der Kalenderdekoration während des gesamten Mittelalters. Im Spätmittelalter erleichterte zudem eine neue Auffassung von der Natur die Entwicklung der Landschaftsdarstellung in illuminierten Kalendern. Ein Kalender enthielt im allgemeinen elf Landschaftsminiaturen. Eine oder auch zwei waren zumeist der Darstellung eines Innenraumes vorbehalten. Wegbereiter der flämischen Kunst Simon Bening revolutionierte die bildliche Darstellungsweise in Kalenderminiaturen. Er stellte die Kalenderdekoration auf die gleiche Stufe wie die detaillierten Programme der Andachtsbilder, die im Buch auf sie folgen. In illuminierten Stunden- und Gebetbüchern war oft ein kleiner Streifen unterhalb des Textes für Illustrationen benutzt worden. Bening dagegen war seit einem Jahrhundert der erste Künstler, der ganzseitige Kalenderminiaturen malte, und er war der erste, der sie als eigenständige Szenen behandelte, die ein möglichst genaues Abbild der Umwelt ergeben sollten. Kein anderer Künstler vor Pieter Breugel d.Ä. erkundete die Landschaft so systematisch wie Bening. Er malte verschiedene Landschaftstypen mit einer erstaunlichen topographischen Vielfalt; ebenso schilderte er die unterschiedlichsten Wetterlagen. Seine Landschaften sind poetisch: mit Empfindsamkeit beobachtet, präzis komponiert und voller Atmosphäre. Damit hat er einen wichtigen Beitrag zum erhöhten Ansehen der Landschaft in der flämischen Kunst geleistet. Der Flämische Kalender ein großes Meisterwerk Diese poetische Kalenderfolge Benings offenbart Bild für Bild eine geschäftige und harmonisch geschlossene Gesellschaft. Einige Miniaturen zeigen die Tätigkeit oder die Vergnügungen des Monats neben gesellschaftlichen Ereignissen. In unserem Kalenderzyklus ist im Vergleich zu anderen Handschriften die Bedeutung der traditionellen Monatsarbeiten allerdings zurückgenommen. Nun wird den Vergnügungen der Oberschicht mehr Raum zugestanden. Diese Miniaturen weisen eine strukturelle Geschlossenheit, eine Subtilität der Farben und atmosphärischen Effekte auf, die in der flämischen Kunst jener Zeit selten waren. Auf dem Januar-Bild etwa werden ein Holzhacker in der freien Natur sowie Personen gezeigt, die sich in einem nahe gelegenen Innenraum an einem Feuer wärmen; beides Tätigkeiten, die den Winter symbolisieren. Im rückwärtigen Teil des Hauses und hinter dem Haus gehen andere Bauern ihrer Arbeit in dem verschneiten Dorf nach.

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Flämischer Kalender Simon Bening

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Schnellsuche Simon Bening Flämischer Kalender Faksimile Verlag Luzern 60 Seiten im Format 140 x 104 mm Einband mit violettem Samt und Schließen aus Sterlingsilber